"Wenn ein Dichter der ist, der uns in einer Pütze noch den Himmel spiegeln kann, so war Fontane einer. Der noble, bürgerliche, alte Herr aus der Potsdamer Straße verlor nie die Wirklichkeit aus den Augen. Er liebte sie, auch wenn ihn die Tagesenge, die Kleinbürgerlichkeit, wenn ihn die Irrtümer seiner Epoche oft nervös und reizbar machten. Während er sie abschilderte, überhöhte er sie schon, so dass alles wahrblieb und es noch den Aspekt des Poetischen auf Fontanes nüchtern-natürliche Weise gewann. Ein preußischer Poet, und unter den deutschen einer der größten, liebenswertesten. Seine Sprache blieb immer hautnah am Alltag. Fontane hatte ein ungemein feines Ohr für die dichterische Tragfähigkeit der Alltagsrede. Floskelhaftes konnte er zu Poesie werden lassen. Was gemeinhin redensartlich ist, gewinnt bei ihm neues Gewicht. Er >macht