Weltweite Rückkehr imperialer Politik: Ist das Völkerrecht am Ende?
Nach dem doppelten Durchbruch des Völkerrechts nach 1945 und nach dem Ende des Kalten Krieges gilt zwischen Staaten heute zunehmend wieder das Recht des Stärkeren. Der amerikanische Einmarsch in den Irak, das Folterregime in Syrien, Russlands Überfall auf die Ukraine, der Terror der Hamas, einige der Reaktionen Israels darauf, die Angriffe auf den Iran – offene Verstöße gegen das Völkerrecht, von den meisten Staaten, von führenden Politikern, auch in Deutschland, mit einem Schulterzucken zur Kenntnis genommen.
Christoph Safferling zeichnet die Geschichte des Völkerrechts von 1945 bis heute nach und benennt doppelte Standards und blinde Flecken gerade auch der deutschen Politik. Seine Bilanz ist ernüchternd, sein Appell scharf: Gerade Deutschland muss die völkerrechtlichen Standards einfordern – auch wenn dies bedeutet, in offenen Konflikt zu gehen zu jahrzehntelangen Verbündeten.
»Gekonnt rekonstruiert Safferling die Debatten um Frieden und Völkerrecht von 1945 bis in die Gegenwart, auch bis in die allerjüngste Gegenwart hinein.« Hendrik Simon, FAZ
»Ein eindrucksvolles und zugleich beklemmendes Buch über die Möglichkeiten und die Grenzen der internationalen Rechtsordnung. (…) Gleichermaßen Analyse, Diagnose und Warnruf.« Peggy Fiebig, Deutschlandfunk, Andruck