'Was ist ein Lehrer? Ein geliebter, verhasster oder verachteter Pauker, ein Sadist
oder Gerechtigkeitsfanatiker? Ein verhinderter Wissenschaftler oder zu Höherem
berufener Künstler? Ein Zyniker oder Idealist, Pädagoge und Freund der Jugend
oder knochentrockener Besserwisser, der seine Schüler zwiebelt? Eine echte
Autorität oder eine nur verliehene? Einer zum Gernhaben oder zum Fürchten?'1
Diese und andere Meinungen erhält man, wenn man Leute zum Thema Lehrer
befragt. Der Kontrast zwischen den einzelnen Vorstellungen ist deutlich erkennbar.
Jeder hat in irgendeiner Form mit Lehrern Erfahrungen gesammelt und somit hat
auch jeder positive oder negative Erinnerungen, die denjenigen prägen und
begleiten. Es ist schwer, bestimmte Meinungen zu widerlegen, bzw. das Gegenteil zu
beweisen. Dazu bedarf es großer Geduld, Kreativität, Eigeninitiative und Mut.
Die Frage ist nun, wie man möglichst positive Eindrücke bei den Kindern, Eltern und
dem Kollegium hervorruft und hinterlässt und wie man nicht zuletzt selbst dabei
zufrieden und ausgeglichen bleibt.
Sicherlich ist es wohl nie möglich, einen perfekten Lehrer auszubilden, jedoch kann
jeder versuchen, mit Strategien und Methoden sich das Lehrerdasein zu erleichtern
und gegenüber den Kindern und Eltern einen 'guten Lehrer' abzugeben.
Im Folgenden werde ich unter anderem auf die Situation des Lehrers, der Schüler
und auf hilfreiche Methoden zur Verbesserung des Lehrerdaseins eingehen und
diese näher erläutern.
1 Gutte, R. (1994). Lehrer- ein Beruf auf dem Prüfstand. S. 7.