In der heutigen Zeitnimmt der Menschim Arbeits- und Berufsleben eine zentrale Stellung
ein. Dadurch wird großer Einfluß auf die Leistungsfähigkeit ausgeübt, die es zu optimieren
gilt.Umdas zu erreichen, sind Kenntnisse über Grundeinstellungenund Verhaltendes
Menschen notwendig. Diese Überlegungen waren Gegenstand zahlreicher Theorien,
wobei die Motivationstheorien den wohl wichtigsten Bereich darstellen. In der vorliegenden
Arbeit werden einige dieser Theorien unter dem Aspekt 'Motivation als Teil des
Lernprozesses' dargestellt.
Als Determinanten von Motivationsprozessen lassen sich unterscheiden: das Motiv
(angeborenes Bedürfnis oder gelernte Disposition, der Anreiz (emotionale Valenz des
Zielzustandes) sowie kognitive Prozesse (Entscheidung,Erwartung, Handlungskonzept).
Leistungsmotivation meint die Gesamtheit der Bedingungsfaktoren eines aktuellen,
leistungsorientierten Handelns. In der Theorie vonATKINSON wird der intrinsische Anteil
der Leistungsmotivation als Konflikt zwischen den Tendenzen 'Hoffnung auf Erfolg' und
'Furcht vor Mißerfolg' erklärt. Die Attributionstheorie von WEINER befaßt sich mit der
Zuschreibung vonGründenfür Erfolg und Mißerfolg auf Faktoren in der Person(Fähigkeit
oder Anstrengungsbereitschaft) bzw. der Situation (Aufgabenschwierigkeit oder Zufall)
(vgl. Edelmann 1996, S. 353).