Sechs sehr unterschiedliche Kurzgeschichten machen den Inhalt dieses Buches aus: Die Titel-Erzählung "Das Heulen der Wölfe" schildert die tragische Geschichte eines jungen Mannes und zugleich seines Dorfes in Ostpreußen in der Zeit zwischen 1898 und 1947. "Der Meister und Mathilde" ist ein Versuch über die Liebe als pathologischen Zustand, erzählt anhand eines Journalisten, der einen Artikel über die Beziehung von Richard Wagner zu Mathilde Wesendonck schreiben muss und dabei Parallelen zu einer eigenen unglücklichen Liebesgeschichte entdeckt. In "Die Frau mit dem grünen Mantel" sieht man zu, wie ein Mann ungewollt in eine Beziehung mit einer jungen Mutter stolpert, und in "Unordnung und späte Reue", wie ein Professor leichtfertig eine Affäre mit einer Studentin beginnt und damit seine bürgerliche Existenz in Gefahr bringt. "Die Ohrfeige" ist ein Porträt des Philosophen Ludwig Wittgenstein als junger Mann, ausgehend von einem Wendepunkt in seinem Leben. Und zuletzt wird in "Die Schlange" eine moderne Version der Adam-und-Eva-Geschichte erzählt.