Masterarbeit aus dem Jahr 2010 im Fachbereich Jura - Steuerrecht, Note: 1,0, Hochschule RheinMain - Wiesbaden Russelsheim Geisenheim (Wiesbaden Business School), Sprache: Deutsch, Abstract: Die deutsche Organschaft kann auf eine uber einhundertjahrige Geschichte zuruckblicken. Obwohl sie in dieser Zeit immer wieder verandert wurde, wird sie nach einer weit verbreiteten Meinung den wirtschaftlichen und rechtlichen Erfordernissen des neuen Jahrtausends nicht vollstandig gerecht. Insbesondere die europaische Integration erfordert weitere Anpassungen oder sogar eine komplette Neuregelung. Die derzeitige Regierungskoalition hat sich vorgenommen, das Unternehmenssteuerrecht, insbesondere die Organschaft und die Regelungen zu der Verlustverrechnung, zu modernisieren.1 Die Republik Osterreich hat dies bereits vor einigen Jahren getan. Die osterreichische Organschaft wurde am 1.1.2005 durch ein modernes Gruppenbesteuerungssystem abgelost. Deshalb liegt es nahe zu untersuchen, inwieweit diese als Vorbild dienen kann. Eine Vergleichbarkeit des Besteuerungssystems durfte, aufgrund der gemeinsamen Wurzeln, zu keinem anderen Staat in einem solch hohen Masse gegeben sein. Zu Beginn der nachfolgenden Ausfuhrungen werden die hier relevanten Grundlagen der Konzernbesteuerung beschrieben. Das darauf folgende Kapitel enthalt die Voraussetzungen und Rechtsfolgen der deutschen Organschaft. In dem vierten Kapitel wird die osterreichische Gruppenbesteuerung dargestellt. Da deren Einfuhrung schon am 19.5.2004 verabschiedet wurde, konnte sich die Fachliteratur fruh damit beschaftigen. Deren Anderungsvorschlage fuhrten noch vor dem Inkrafttreten zu einzelnen Korrekturen an der Gruppenbesteuerung. Eine zentrale Rolle fur die Bildung und die Rechtsfolgen einer Unternehmensgruppe stellt die finanzielle Verbindung der Gesellschaften innerhalb der Gruppe dar. Deshalb wird diese Voraussetzung besonders ausfuhrlich und durch erlauternde Beispiele dargestellt. Des Weiteren werden die Organschaft und"