Wozu werden Traume erzahlt? Dieser scheinbar so simplen Frage wird in diesem Buch nachgegangen - mit einem uberraschenden Ergebnis: Im psychoanalytisch-psychotherapeutischen Behandlungskontext interessieren nicht nur inhaltliche Aspekte von Traumen, sondern auch deren Funktion innerhalb der Gesprachssituation zwischen Patient und Therapeut. Dieses Buch widmet sich den kommunikativen Funktionen von Traummitteilungen. Die Erzahlung eines Traums eignet sich in hervorragender Weise, um durch die Blume etwas mitzuteilen, was ohne den Traum nicht hatte gesagt werden konnen. Die Referenz auf ein gleichzeitig eigenes und doch fremd anmutendes seelisches Phanomen ermoglicht Beziehungsregulierung, schafft eine Atmosphare der Annaherung an schwer mitteilbare Inhalte und eroffnet neue Moglichkeiten fur deren szenisch-interaktive Darstellung. Auf der Basis ausgewahlter Gesprachsausschnitte einer psychoanalytischen Langzeitbehandlung wird im Hinblick auf die klinisch-praktische Arbeit im Umgang mit Traumen eine erweiterte Rezeptionshaltung vorgeschlagen. Psychotherapeuten und am Traum interessierte Laien finden in diesem Buch neue, teilweise auch uberraschende Antworten auf die Frage, wozu Traume erzahlt werden."