Studienarbeit aus dem Jahr 2010 im Fachbereich Padagogik - Berufserziehung, Berufsbildung, Weiterbildung, Note: 1,3, Helmut-Schmidt-Universitat - Universitat der Bundeswehr Hamburg, Sprache: Deutsch, Abstract: Wilhelm von Humboldt ist in jungster Zeit wieder in aller Munde. Gerade im universitaren Lehrbereich wird im Rahmen der Verwirklichung des Bologna-Prozesses Wilhelm von Humboldt gern bemuht, um mit grossem Pathos den Untergang der freien Bildung zu beklagen. Es steht sein Name fur Freiheit und Einheit von Lehre und Forschung. Ob das Bachelor und Master-System nun einen Ruckschritt bedeutet, kann und soll an dieser Stelle nicht diskutiert werden. Wahrend die eine Seite den Atemberaubenden Untergang der deutschen Universitat" beklagt, spricht die andere Seite vom verklarten Bildungsbegriff Humboldts und erklart die Vorgange zu den normalen Globalisierungseffekten im Bereich der universitaren Bildung (vgl. Wagner 2008, Der verklarte Humboldt; Seibt 2007, Ende einer Lebensform). Dokumentiert wird mit dieser Debatte allerdings recht eindrucksvoll, wie aktuell eine Personlichkeit ist, die vor ziemlich genau 200 Jahren gerade einmal 1 1/2 Jahre im Staatsdienst reformerisch tatig war. Humboldt ist damit allerdings zum Mythos geworden, zum Begrunder des Weltweit in dieser Form einzigartigen Begriffes der Bildung. In der Kurze dieser Ausarbeitung wird Wilhelm von Humboldt aus diesem Grunde nun Gegenstand der genaueren Untersuchung. Neben einer kurzeren Betrachtung des Bildungsbegriffes am Ende wird in dieser Arbeit der Schwerpunkt auf die Betrachtung der Lernerfahrungen und Lebensfuhrung Humboldts gelegt. Sie sind letztlich als Begrundung fur seine Zielsetzungen zu verstehen und leiten implizit auf den inhaltlichen Rahmen des Bildungsbegriffes hin; das was Wilhelm und seinem Bruder Alexander von Humboldt zuteil wurde lasst sich als idealtypische Voraussetzung zur Kultivierung dessen betrachten, was Humboldt spater selbst als Bildung charakterisiert. Der Aufbau dieser Arbe"