Bildung im Allgemeinen und Erwachsenenbildung im Speziellen sind ebenso sehr Motor wie auch Ergebnis gesellschaftlicher, politischer und technischer Entwicklungen und Reflexionsleistungen. In den vergangenen Jahrzehnten stand das Schlagwort der Modernisierung hoch im Kurs. Individualisierung, Flexibilisierung, Professionalisierung etc. pragten die Diskurse und nahmen Einfluss auf die Forderpolitiken, die Bildungsziele, die Programmentwicklung und die Formate. Sind es heute noch dieselben Phanomene, die das Feld der Erwachsenenbildung antreiben und die Erwachsenenbildung in Theorie und Praxis voranbringen? Die vorliegende Ausgabe des Magazin erwachsenenbildung.at gibt den Beobachtungen und Expertisen Raum und beschreibt die Zugpferde der Erneuerung, die Signale fur Trends und die in die Zukunft projizierten Herausforderungen und Handlungsbedarfe. Einmal mehr werden dabei Mehrdeutigkeit und Ambivalenz sichtbar. Wegweisende Beitrage deuten in die nahe Zukunft oder aber ins Ungewisse und Widerspruchliche. Als gemeinsamer Nenner bleibt eine Erwachsenenbildung als reflexive Praxis und Wissenschaft, die sich aus der permanenten Standortbestimmung heraus erneuert, Brucken schlagt zwischen Individuen, Organisationen und Gesellschaft, die sich gegenuber den Schattenseiten der Modernisierung nicht verschliesst und Gegenprogramme anbietet. So entstehen neue Formen der Gemeinschaftlichkeit: gemeinsame Produktion und Verbreitung von Wissen, sich organisierende Vielfalt und eine Bildung, die das Verhaltnis von Selbst und Welt immer neu problematisiert. Magazin erwachsenenbildung.at (Meb) ist das Fachmedium fur Forschung, Praxis und Diskurs der osterreichischen Erwachsenenbildung. Es wird vom Bundesministerium fur Bildung und Frauen gemeinsam mit dem Bundesinstitut fur Erwachsenenbildung dreimal jahrlich herausgegeben. Fur die Redaktion verantwortlich ist CONEDU - Verein fur Bildungsforschung und -medien. Alle eingereichten Artikel werden einem Review der Fachredaktion unterzogen,"