Trotz heftiger Kontroversen bei der Reform beruflicher Bildung zeichnet sich als Konsens aller Beteiligten ab, dass ein hoherer Grad an Flexibilitat wunschenswert ware. Eine besondere Bedeutung hat dabei in den letzten Jahren die Entwicklung in Grossbritannien erlangt. Dort wurde konsequent auf die Konstruktion von Ausbildungsberufen verzichtet und stattdessen tatigkeitsbezogene Ausbildungsmodule eingefuhrt, die beliebig kombinierbar sind. Im Mittelpunkt der Uberlegungen dieser Arbeit steht mithin die Frage, ob das System englischer Qualifizierung trotz fundamentaler Unterschiede mittlerweile Eingang in hiesige Berufsbildungskonzepte gefunden hat. Anhand praktischer Beispiele aus den Bereichen beruflicher Erstausbildung, Weiterbildung und Nachqualifizierung wird der Nachweis gefuhrt, dass bereits jetzt modulare Strukturen in der deutschen Berufsbildungspraxis vorhanden sind."